Vorgeschichte
Die Hohe Tonkoppel gehört zum Besitz des Willmerschen Rittergutes und
wurde 1932 als "Grabeland"-Grundstücke aufgeteilt. Die damalige
Aufteilung besteht zum großen Teil noch heute, allerdings war die Hohe
Tonkoppel 1933 größer als heute, denn bis zum 2. Weltkrieg wurde hier
der Ton für die Ziegelei des Besitzers (Willmer) abgebaut.
Vereinsgründung
Im Jahre 1954 lag allen Pächtern der Gärten die Kündigung
durch den Besitzer vor, da das Abtonen und die Kiesgewinnung vorangetrieben
werden sollten. Einen Ausweg sah man damals in einer Vereinsgründung. Der
entscheidende Tip kam vom Pächter Weihmann, der die Gartenfreunde Gerke,
Ehlers und Drössler für seinen Plan gewinnen konnte. Die drei
letztgenannten wurden aktiv und suchten jeden einzelnen Pächter auf, um ihn
für die Vereinsgründung zu gewinnen. Bei einem gemeinsamen Treffen
unter freiem Himmel (auf dem heutigen Gerkeweg) wurde die Gründung des
Vereins beschlossen und Gartenfreund Perl zum 1. Vorsitzenden gewählt. Am
23. Mai 1954 wurde beim Amtsgericht Hannover die Eintragung ins Vereinsregister
vorgenommen. Es unterzeichneten damals die Herren Fricke, Meisner, Glaubrecht,
Perl, Gerke und Weymann. Der neue Verein wurde auch Mitglied des "Bezirksverbands
der Kleingärtner Hannover e.V.". Nun trug der Vorstand, unterstützt
durch den Gartenfreund Dr. Winkler (Jurist und Staatssekretär), manche
juristische Schlacht mit dem Besitzer aus. Das Hauptargument, die Hohe Tonkoppel
sei ein natürlicher Hochwasserschutz für den (damals im Bau
befindlichen) Südschnellweg, war so stichhaltig, daß rings um unseren
Verein bis 1963 weiter Ton und Kies abgebaut wurde, die Hohe Tonkoppel aber
verschont blieb.
Land unter
Da die Leine nicht weit von unseren Grundstücken entfernt fließt,
ist für uns das alljährliche Hochwasser ein Problem, zwar bleiben die
meisten Gärten oft verschont, aber bei einigen heißt es doch jährlich
" Land unter". Nur bei den Jahrhundert-Hochwassern von 1946 und 2003
waren alle Gärten überschwemmt.
Ein Gartenfreund weiß zu berichten, daß bei ihm die Laube 160
cm unter Wasser stand.
Zusammenwachsen der Gemeinschaft
Anfang 1950 fand man sich zu Gemeinschaftsarbeiten zusammen. Ein Brauch, der
bis heute unverändert gepflegt wird. Da bei jedem Hochwasser der Zugang überflutet
war, wurde die kleine Brücke (Gerkeweg) erbaut. Zug um Zug wurde der
Hauptweg mit Bauschutt aufgefüllt und dadurch so erhöht, daß der
Zugang zu den Gärten bei einem normalen Hochwasser möglich ist.
Im Mai 1983 wurde im Zuge der Veranstaltung "1000 Jahre Döhren"
das erste Wegefest ins Leben gerufen.
Verein und Technik
Auch bei uns "Schrebergärtnern" ist die Zeit nicht stehen
geblieben, so ist Strom im Garten zur Selbstverständlichkeit geworden,
dadurch konnte der Einzug von elektrischen Hilfen beginnen, die die Gartenarbeit
einfacher machen. Der Umweltgedanke hat verstärkt Einzug gehalten. Der
Einsatz von Herbiziden und Pestiziden ist verpönt. Natürliche
Bodenverbesserer und natürliche Schädlingsbekämpfung haben den
Vorrang. Chemietoiletten werden durch umweltgerechte
Verrottungstoiletten ersetzt. Die
Abortgrube ist praktisch "ausgerottet".
Mit der Zeit nahm der PKW-Bestand zu, so dass wir uns veranlasst
sahen, unsere Wege gegen das "Zuparken" durch Fremde mittels
Schranken, die nur durch Mitglieder geöffnet werden können, zu schützen.
Radfahrer und Fußgänger -auch mit Kinderwagen- haben als Durchgang
natürlich ausreichend Platz neben der Absperrung, um sich unsere schöne
Vereinsanlage in Ruhe ansehen zu können!
Die
moderne Technik hat durch den Einsatz unseres Gartenfreundes Werseler auch in
die Vereinsverwaltung Einzug genommen. Seit 1990 wird die Mitgliederdatei und
die Kassenführung per Computer verwaltet. Seit dem Jahr 2000 präsentiert
sich der Verein im Internet und 2008 bekam der Verein mit hohetonkoppel.de
seine eigene Domain und eine eigene eMailadresse! .
Perspektiven
Nachdem im Herbst 1993 neue Pachtverträge entwickelt und im Februar
1994 die Satzung den heutigen Bedürfnissen angepaßt wurde, wird die
Hauptaufgabe in der mittelfristigen Vereinsplanung darin liegen, unser Gelände
auch im Bebauungsplan als Kleingartengelände festzuschreiben. Der FIächennutzungsplan
sieht unseren Verein schon als Gartengelände vor. Ein
Bebauungsplanvorschlag liegt auch schon vor, der Rat der Landeshauptstadt
Hannover hat jedoch im Jahr 1993 beschlossen, wegen Arbeitsüberlastung erst
nach dem Ende der EXPO-Planung darüber zu beraten. Aber die einhellige
Meinung der Abgeordneten ist die, daß eine Eintragung in den Bebauungsplan
erfolgen muß und dieses nur aus Zeitgründen noch nicht erfolgen kann.
Mitte 2008 beschloss der Vorstand beim Rat der Landeshauptstadt erneut
wegen einer Festschreibung im Bebauungsplan vorstellig zu werden.
Mitte
2009 kam der Bebauungsplan auf die Tagesordnung des Rats
Die bisherigen 1. Vorsitzenden:
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Bis zum 09.09.54 |
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Gartenfreund Perl
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09.09.54 - 25.03.66 |
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Wilhelm Gerke
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25.03.66 - 25.04.68 |
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Gustav Arndt
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25.04.68 - 01.12.76 |
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Erich Holtkarnp
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Seit dem 01.12.76 |
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Dr. Reinhard Martinsen
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Unsere Ehrenmitglieder:
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Seit 2006 |
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Siegfried Städtler |
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Seit 2008 |
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Karl-Heinz Kettner | | |